Geburtsort

Ich biete Frauen die Möglichkeit entweder zu Hause, oder im Geburtshaus Villa Oberburg www.geburtsvilla-oberburg.ch zu gebären. Wenn Sie eine Hausgeburt wählen, wird eine zweite Hebamme, die mit mir zusammenarbeitet, kurz vor der Geburt dazu stossen. Im Geburtshaus Oberburg arbeite ich mit dem Hebammenteam des Geburtshauses zusammen.
Informationen, Studien und Evidenz zum Thema Außerspitalgeburtshilfe.

Studien und Forschungen zum Thema zeigen, dass die Hausgeburt für Frauen mit unkomplizierten Schwangerschaften eine sichere Wahlmöglichkeit darstellt, dies entgegen der bei viele Laien und Fachpersonen verbreiteten Meinung.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass 70-80% aller Schwangeren bei Geburtsbeginn ein niedriges Risiko haben, ihre Empfehlung lautet:
„Hebammen sind die geeignetsten Anbieterinnen in der Primären Gesundheitsversorgung und sollten mit der Bertreuung der normalen Geburten beauftragt werden.“ (WHO 1996)

Die WHO unterstützt Hausgeburten und empfiehlt: „(...) dass eine Frau an dem Ort gebären sollte, an dem sie sich selbst sicher fühlt und gleichzeitig auf der einfachsten Versorgungsstufe, die eine angemessene Betreuung gewährleisten kann“. (FIGO, 1992) Bei Schwangeren mit niedrigem Risiko kann dies zu Hause, in einer kleinen Geburtsklinik, einem Geburtshaus oder auch in der geburtshilflichen Abteilung eines grösseren Krankenhauses sein.“ (WHO 1996)

In vielen europäischen Ländern wird die Option für eine Hausgeburt offiziell unterstützt. Das britische Unterhaus hat in1993 einen Bericht zur Betreuung von Schwangeren herausgegeben. Unter anderem wurde die Empfehlung formuliert, dass Frauen in der freien Wahl des Geburtsortes unterstützt werden sollen. In genannten Dokument steht: „Es gibt keine klare Evidenz, die besagt, dass Frauen mit unkomplizierten Schwangerschaften, die ausserhalb vom Spital gebären, weniger sicher sind als diese Frauen, die im Spital gebären.“ (DOH 1993)

In den Niederlanden gibt es ein staatliches Hausgeburtensystem. Mehr als 30% aller Frauen bringen ihre Kinder zu Hause auf die Welt. Eine Untersuchung über die Kindersteblichkeitsrate ergab keinen Zusammenhang zwischen der regionalen Klinikgeburtenrate und der jeweiligen perinatalen Mortalität. Das heisst, dass unterschiedliche Hausgeburtsraten keinen Einfluss auf die Sterblichkeitsrate um die Zeit der Geburt hatten. (Treffers u. Laan.1986) Eine andere Studie verglich das „geburtshilfliche Ergebnis“ der Haus- und Klinikgeburten. Die Ergebnisse legten nahe, dass bei Erstgebärenden mit geringem Schwangerschaftsrisiko die Hausgeburt genauso sicher war wie eine Klinikgeburt. Bei Mehrgebärenden mit niedrigem Risiko fiel das Ergebnis bei den Hausgeburten wesentlich besser aus als bei den Klinikgeburten. (Wiegers et al., 1996) Es gibt keine Hinweise dafür, dass dieses Betreuungssystem für schwangere Frauen durch eine verstärkte Medikalisierung der Geburt verbessert werden könnte. (Buitendijk, 1993)

Es gibt manche Studien die zeigen, dass Gebären zu Hause sicher ist und, dass dabei weniger Eingriffe gemacht werden: In der Schweizer Nationalfondstudie „Hausgeburt versus Spitalgeburt“ (Ackermann-Liebrich et al.1993) wurden in Zürich 214 vergleichbare Paare untersucht. Eine Hälfte plante eine Spitalgeburt, die andere eine Hausgeburt. Alle Frauen hatten wenig Risiken. Die AutorInnen: „Die geplanten Hausgeburten beinhalten keine grösseren Risiken für Mutter und Kind als die Geburt im Spital. Die Chance, ohne Eingriffe zu gebären, ist zu Hause grösser“ (Ackermann-Liebrich et al.)

Eine weitere Untersuchung hat sechs Studien untersucht, in denen über 24,000 Frauen mit vorwiegend unkomplizierten Schwangerschaften, entweder eine Hausgeburt oder ein Spitalgeburt geplant haben. Die Resultate haben keine grossen Unterschiede in bezug auf die Kindersterblichkeitsraten zwischen Hausgeburten und Spitalgeburten gefunden. Die Hausgeburtgruppe hatte deutlich weniger Kaiserschnitte, Dammschnitte und Zangengeburten. (Olson O. 1997)

Literatur

Ackermann-Liebrich et al. Nationalfondstudie „Hausgeburt versus Spitalgeburt“ BMJ 23 November 1996; 1313-1318

Buitendijk SE. How safe are Dutch Home births? In : Abraham-Van der Mark E (ed). Successful home birth and midwifery. Westport, Bergin and Garvey 1993.

Department of Health. Changing Childbirth. Part 1 23-24 1993

FIGO. Recommendations accepted by the General Assembly at the XIII World Congress of Gynecology and Obstetrics. Int J Gynecol Obstet 1992; 38(suppl): S75-S77

Olson O ( Department of Social Medicine, University of Copenhagen, Denmark.) Birth, 24(1): 4-13 1997; March

Treffers PE, Laan R. Regional perinatal mortality and regional hospitalisation at delivery in The Netherlands. Br J Obstet Gynaecol 1986; 93 690-693

Wiegers et al. An approach to measuring the quality of midwifery care. J Clin Epidem 1996; 49: 319-325
World Health Organisation, Betreuung Der Normalen Geburt. WHO 1996